Truetape Anleitung
Plantarfasziitis

2:14 min

Deine TRUETAPE Tapinganleitung bei einer Plantarfasziitis.

Haupteinsatzbereich

Plantarfasziitis
Unterstützung des Fußgewölbes
Allgemeine Fußsohlenschmerzen*

Was du brauchst

2 TRUETAPE Streifen

Tragedauer

  • Athlete Edition 3-4 Tage
  • Cotton/Design Edition 2-3 Tage

Die Plantarfaszie, auch Aponeurosis plantaris oder Plantaraponeurose genannt, ist eine derbe Sehnenplatte im Bereich der Fußsohle die sich von der Unterfläche des Fersenbeins bis hin zu den Zehengrundgelenken aufspannt. Sie besitzt 3 Hauptzügel: ein mediales, ein zentrales und ein laterales Band. Das zentrale Band ist das kräftigste und häufig der Manifestationsort einer Plantarfasziitis. Zusammen mit ihren bindegewebigen Querzügen, einer Vielzahl von Bändern, sowie den kurzen und langen Fußmuskeln kommt der gesamten Plantarfaszie ein besonderer Beitrag zur Erhaltung des Längsgewölbes des Fußes zu. Außerdem besitzt sie eine Schutzfunktion für Gefäße und Nerven gegenüber Druckbelastungen und wirkt in Verbindung mit Muskeln, Sehnen und Fettgewebe wie ein Polster das über zusätzliche fibröse Gewebestränge fest mit der Fußsohle verbunden ist. Beim Sport wird die Plantaraponeurose während des gesamten Lauf-/Absprungvorgangs stark unter Spannung gesetzt. Hier arbeitet sie wie eine Feder, die dabei hilft, die beim Auftreten mit dem Fuß entstehende Energie zu speichern und diese für eine schnellere Beschleunigung in der Absprungphase wieder freizugeben.

Der Begriff Plantarfasziitis beschreibt eine Entzündung meist am Ansatz der Faszie am Fersenbein. Man ist allerdings im Laufe der letzten Jahre zu der Erkenntnis gelangt, dass es sich bei dem Beschwerdebild der Plantarfasziitis eher um einen degenerativen Prozess handelt. Durch repetitive Mikrotraumen an der Sehnenplatte, sei es durch exzessives Jogging, langes Stehen oder gehäuftes Abspringen und wieder Landen, kommt es zu strukturellen Veränderungen und in der Folge zur Schmerzentstehung.

Die exakte Pathophysiologie der Plantarfasziitis ist noch nicht zur Gänze gesichert.


Die Fersenschmerzen treten nicht selten schleichend auf. Der Sportler erlebt eine Plantarfasziitis dann als stechende Schmerzen medial unter der Ferse (z.B. beim Abrollen des Fußes)und es besteht die Möglichkeit einer Schmerzausstrahlung entlang der Fußsohle.  In diesem Bereich zeigt sich auch meist ein unangenehmer Druckschmerz. Zu einem Drittel sind beide Füße von der Symptomatik betroffen. 

Der Schmerz ist besonders stark bei den ersten Schritten nach dem Aufstehen am Morgen oder allgemein bei Belastung des Fußes nach einer Phase der Entlastung (z.B. längerem Sitzen). Im weiteren Verlauf der Belastung bessert sich die Symptomatik häufig. Wird der Fuß trotz Anzeichen einer Plantarfasziitis weiterhin stark sportlich überbelastet können durch eine unbewusste Veränderung der Bewegungsabläufe Folgeprobleme im Bereich des Kniegelenks oder der Hüfte auftreten. Im ungünstigsten Fall kann es zu einem Riss der Plantarfaszie kommen, was sich typischerweise durch einen knallenden oder schnallzenden Ton, eine Schwellung und starke Schmerzen an der Fußsohle bemerkbar macht. Hat der Sportler eine sich anbahnende Plantarfasziitis unterschätzt und weiter Sport getrieben kommt es nicht selten zu einer Art chronischem Verlauf, dessen Heilungsvorgang dann oft mehrere Monate dauert. Daher hat ein frühzeitiges therapeutisches Vorgehen einen hohen Stellenwert.


Fersenschmerzen im Sinne einer Plantarfasziitis können vielseitige Gründe haben. 

Meistens entsteht die Verletzung aus einer Kombination von biomechanischen Begebenheiten, Überbelastung durch falsches oder zu intensives Training und muskulären Imbalancen. Sportler mit falschen oder alten Schuhen, einer Fehlstatik im Bereich der Füße (Hohlfuß, Knick-Senk-Fuß, Plattfuß), einer Beinlängendifferenz,  der Tendenz zur Überpronation (Füße rollen nach außen beim Laufen und stehen), einer Unbeweglichkeit im Sprunggelenk oder Übergewicht haben ein erhöhtes Risiko Fersenschmerzen auf Grund einer Plantarfasziitis zu entwickeln. Langstreckenläufe auf hartem Untergrund, Sportarten mit starken Abbremsvorgängen,  dynamisches Springen oder hohe Gewichtsbelastungen für einen längeren Zeitraum führen alle zu einer Übermüdung des Fußes und in der Folge zu einer allmählichen Absenkung des Längsgewölbes. Die Folge ist eine wiederholte Überlastung der Plantarfaszie, besonders am Übergang zum Fersenbein. Bei Menschen die schon länger an einer Plantarfasziitis laborieren kann sich an der Unterseite der Ferse als Zeichen der regelmäßigen Reizung ein Fersensporn ausbilden. 

Zu intensives Training, ein zu schnell gesteigerter Trainingsumfang, exzessive Bergauf-Läufe, abrupte Wechsel auf harte Bodenbeläge und zu ambitioniertes Schnelligkeits- und Explosivkrafttraining sind alles Dinge die man vermeiden sollte um der Entwicklung von Fersenschmerzen im Ansatzbereich der Plantarfaszie vorzubeugen. 


TRUETAPE kann bei dieser oft langwierigen Verletzung unterstützend eingesetzt werden um Schmerzen zu verringern und den Heilungsprozess voranzutreiben. TRUETAPE hilft dabei die beteiligte Muskulatur zu entspannen, Druck- und Zugbelastungen zu reduzieren und somit das Fortschreiten der Entzündung zu verhindern. An sich ist das Verletzungsbild einer Plantarfasziitis im Verlauf zu 90% selbstlimitierend. Um jedoch eine schnellere Heilung zu erreichen gibt es zusätzlich wichtige Therapiemöglichkeiten. Hier spielt die spezielle Einlagenversorgung mit Weichbettung der Schmerzzone und gutem Fersenhalt, das Kühlen der Ferse nach Belastung, das Verringern der sportlichen Aktivität bis hin zu einer vollständigen Sportpause über einige Wochen, Massagetherapie des Fußes und der Wadenmuskulatur, Stretching sowohl der Fuß- als auch Wadenmuskulatur und deren Sehnen und die eventuelle Gewichtsabnahme eine entscheidende Rolle. Ärztliche und Physiotherapeutische Behandlungsregime beinhalten auch häufig die Einnahme von antientzündlicher Medikation, Iontophorese, Querfriktionsmassage und in Einzelfällen Injektionen mit Cortison oder PRP (Platletet Rich Plasma; zentrifugiertes Eigenblut).


*Die Wirkung von kinesiologischen Tapes ist noch nicht ausreichend klinisch bewiesen. Unsere Aussagen basieren auf langjährige persönliche und professionelle Erfahrung und Beobachtung.

Entscheidend für die Verletzungsvermeidung ist ein muskuläres Gleichgewicht in der gesamten Beinmuskulatur. Nur in Verbindung mit einer gesunden Fußstatik, der optimalen muskulären Führung und einer guten Beweglichkeit in den beteiligten Gelenken kann man einer falschen Zugbelastung der Plantarfaszie entgegenwirken.  

Um eine erneute Verletzungsepisode nach erfolgreicher Behandlung einer Plantarfasziitis zu vermeiden beachte folgende Dinge:

- Passende Schuhe mit für die jeweilige Sportart funktioneller Dämpfung, gutem Fersenhalt und Unterstützung des Längsgewölbes

- Tragen propriozeptiver Einlagen mit Längsgewölbeunterstützung beim Sport

- Langes Stehen auf einer Stelle vermeiden

- Möglichst nicht lange Strecken auf hartem Boden laufen

- Eventuell Laufstilanalyse vornehmen lassen, falls die selben Überlastungserscheinungen immer wiederkehren

- Vor der sportlichen Belastung: Gründliches und vorsichtiges Dehnen der Bein-und Fußmuskulatur 

- Nach dem Sport vorsorglich kühlen

- Ausgleichstraining wie z.B. Schwimmen oder Radfahren zur Entlastung bei Anzeichen von erneuter Überlastung 

- Statische Dehnungsübungen der Plantarfaszie und der Achillessehne 

Trainingsintensität und Trainingsumfang immer nur gering (ca 10% von mal zu mal) steigern um der Muskulatur und den Sehnen Zeit zu geben sich an die veränderten Anforderungen zu gewöhnen.

Time
1 Stunde vor Beginn der Aktiviät anbringen
Glue
Zur Aktivierung des Klebers das Tape mehrmal sorgfältig anreiben
Soap
Schmutz, Feuchtigkeit, Öle oder Lotionen vor dem Tapen gründlich von der Haut entfernen
Rasieren
Für bessere Haftung bei starker Behaarung die Haare trimmen
Sieben
Das Tape nicht länger als 7 Tage tragen
Nostretch
Die Enden des Tapes immer ohne Zug aufbringen
  • Knicke die PRECUT-Streifen vor dem Abreißen von der Rolle an ihrer Perforationsstelle einmal um, damit sich die Streifen optimal von einander lösen.
  • Das Tape nicht ruckwartig von der Haut abreissen, sondern vorsichtig in Richtung des Haarwuchses abziehen und dabei die Haut gespannt halten.
  • Verwende das Tape nicht auf verletzter oder gereizter Haut. Entferne bei Rötung, Schmerzen oder starkem Juckreiz das Tape vorsichtig und umgehend von der Haut.
  • Personen mit einer Krebserkrankung sollten TRUETAPE nicht verwenden, da es eventuell zu Interaktionen mit der Behandlung kommen kann.
  • TRUETAPE und die von uns angebotenen Informationen und Anleitungen stellen keinen Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung oder Behandlung dar und sind nicht zur Selbstdiagnose geeignet
  • Während der Schwangerschaft TRUETAPE nicht auf dem Bauch verwenden!
  • Das Tape ist wasserfest und kann problemlos in der Dusche oder beim Schwimmen getragen werden. Nach dem Duschen, Baden oder Schwimmen das Tape einfach mit einem Handtuch trocken tupfen. Kräftiges Reiben vermeiden, da sich sonst die Enden ablösen könnten.
  • TRUETAPE ist LATEX FREI und somit auch für Latex-Allergiker geeignet.
  • Lagere dein TRUETAPE für die optimale Performance am besten an einem trockenen und kühlen Ort.

Fotoanleitung

Startposition

STARTPOSITION

Ziehe den Fuß in Richtung Schienbein um die Fußsohle und die Achillessehne zu dehnen.

1. Streifen

0% STRETCH

Den Anker an der Fußsohle, mittig auf den Fußballen, ohne Stretch anbringen.

50% STRETCH

Das Tape mit 50% Stretch entlang der Fußsohle kleben.

50% STRETCH

Weiter mit 50% Stretch über die Ferse und Achillessehne tapen.

0% STRETCH

Das Ende ohne Stretch auf der Achillessehne auslaufen lassen.

2. Streifen

0% STRETCH

Den Anker ohne Stretch auf dem seitlichen Fußrücken aufbringen.

50% STRETCH

Das Tape mit 50% Stretch um die Fußsohle und im weiteren Verlauf auf der Fußinnenseite in einer Kurve in Richtung Schienbein aufkleben...

0% STRETCH

... und das Ende des Tapes ohne Stretch auf der Unterschenkelaußenseite auf der Haut anbringen.

FERTIG

Reibe die gesamte Applikation noch einmal gründlich fest und du bist fertig!

* BITTE BEACHTEN SIE: Den Anwendungsbeispielen und Erklärungen zur Wirkung des Tapes liegen keine medizinischen Studien zugrunde. Die Wirkung gilt nicht als bewiesen. Den Aussagen und Artikeln liegen subjektive langjährige Erfahrungen und Anwendungsberichte von Kunden, Patienten und geschulten Therapeuten zugrunde. Die Informationen auf dieser Seite sind nicht als Ersatz für den Besuch eines Arztes, Physiotherapeuten oder eines anderen Experten geeignet.
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